Draconiden — Maximum
Nacht vom 8. auf den 9. Oktober · bis 10 Meteore/Stunde · Mond 4 % beleuchtet
Der unberechenbarste Strom: meist unauffällig, in Ausbruchsjahren (1933, 1946, 2011) aber mit hunderten bis tausenden Meteoren pro Stunde. Ungewöhnlich langsame Meteore — und als einziger Strom am frühen Abend am besten sichtbar. Der Radiant liegt im Sternbild Drache, die Meteore treffen mit 20 km/s auf die Atmosphäre. Ursprung: Komet 21P/Giacobini-Zinner. Der Mond stört kaum — dunkler Himmel.
Wie du es beobachtest
Keine Ausrüstung — Ferngläser und Teleskope schaden hier sogar, weil sie das Blickfeld verengen. Such dir einen Platz möglichst weit weg von Straßenlaternen, nimm dir eine Liege oder Isomatte, lass die Augen 20 bis 30 Minuten an die Dunkelheit gewöhnen und schau in einen möglichst großen Himmelsausschnitt — nicht direkt auf den Radianten, sondern etwa 40° daneben. Beste Zeit ist meist nach Mitternacht bis zur Dämmerung.
Wann genau
Das Maximum liegt in der Nacht vom 8. auf den 9. Oktober. Meteorströme haben kein punktgenaues Ereignis wie eine Finsternis: Die Aktivität steigt über mehrere Nächte an und fällt danach wieder ab.
Zeitangaben verstehen
Alle Zeiten gelten in mitteleuropäischer Zeit für die geografische Mitte Deutschlands (50,5° Nord, 10,0° Ost). Bei ereignisbezogenen Zeitpunkten wie einem Finsternis-Maximum spielt der Standort innerhalb Deutschlands nur eine untergeordnete Rolle — bei Auf- und Untergängen kann der Unterschied zwischen Aachen und Görlitz aber gut 35 Minuten betragen.